Übergabe des Schecks mit Frau Wenze und Deborah Helmbold, beide sitzen nebeneinander am Tisch, im Hintergrund Kinder

Zukunft mit "Kinderträume" – Eine Stiftung der ETL-Gruppe

SCHECKÜBERGABE MIT „KINDERTRÄUME“ – EINE STIFTUNG DER ETL-GRUPPE

Am 13. Januar 2023 fand die Scheckübergabe von „Kinderträume“, eine Stiftung der ETL-Gruppe statt. Zu diesem Anlass kam Frau Wernze in Begleitung der ehemaligen „Wissen macht Ah!“-Moderatorin Shary Reeves zu einer unserer Kindergruppen im Wohnheim für Geflüchtete.
Dort haben die Besucher:innen einen Eindruck in unsere Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen erhalten und konnten zwei Trainer:innen sowie die pädagogische Koordinatorin Deborah Helmbold persönlich kennenlernen.

Ein Spendenscheck für Zukunftschancen

Der 10.000 €-Scheck unterstützt unsere Gruppenangebote für Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrungen, die wir in verschiedenen Wohnheimen betreuen.
In den Gruppen heißt es: Ankommen, Vertrauen aufbauen, Freundschaften knüpfen. Hier ist viel Feingefühl von Seiten der Pädagoginnen und Pädagogen gefordert – denn viele Kinder leiden noch unter den erlittenen Traumata. Unsere Mitarbeiter:innen sind dafür speziell weitergebildet. In den Gruppen wird gebastelt, gemalt, gespielt, gesprochen, gelacht und zugehört.

Das Wichtigste der traumasensiblen Gruppenarbeit

ETL Spendenscheck KinderträumeMit dem großen Scheck kommen wir unseren Zielen ein großes Stück näher. Damit können wir gewährleisten, dass die Trainings regelmäßig, über einen längeren Zeitraum stattfinden und den Bedürfnissen der Kinder gerecht werden.
Die Kinder sollen sichere Orte und schöne Stunden verlässlich erleben können. Sie lernen wieder neu, Vertrauen in zunächst fremde Menschen aufzubauen. Die Entwicklung eines positiven Selbstkonzeptes nach einer traumatischen Erfahrung steht besonders im Fokus. Die Kinder werden in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt, auf ihre inneren Bedürfnisse zu hören und ihre Emotionen bewusst wahrzunehmen und zu steuern. Sie sollen gestärkt und resilienter werden. Neben dem Selbst spielt auch die soziale Gruppe eine entscheidende Rolle in der Entwicklung der Kinder. Neue Kontakte, schöne Erlebnisse und Erfahrungen in der Gruppe, ein Gemeinschaftsgefühl und die Bewusstwerdung der eigenen Rolle innerhalb der Gruppe.
Auch Ausflüge, die Erkundung der neuen Umgebung, spielerisches Erlernen der Sprache sowie Freude an freizeitpädagogischen Programmpunkten stärken die Kinder in ihrem Aufwachsen in Köln.

Logo der Deutschen Stiftung für Engagement und EhrenamtWir sagen DANKE, auch im Namen der Kinder, die an den traumasensiblen Gruppenangeboten teilnehmen, und freuen uns über die Möglichkeit, Kindern in Köln Zukunftschancen zu eröffnen und sie bei ihrem Ankommen unterstützen zu können. Das wäre ohne Fördermittelgeber, wie „Kinderträume“- eine Stiftung der ETL-Gruppe, nicht möglich!

Text: Maike Merrem


Kuscheltier in Form eines Schafes schaut blickt aus dem Griff eines Sportgeräts hinaus, am rechten Bildrand ist ein Korb mit Bällen zu sehen

Besuch beim Sozialtraining der "Coolen Pänz"

BESUCH BEIM SOZIALTRAINING DER „COOLEN PÄNZ“

Sozialtrainer Ralf HilfstellungSamstagvormittag in der Turnhalle einer Grundschule. Ausgelassen rennen, springen, toben die 8 bis 12-Jährigen umher. Ralf, einer der Trainer, erklärt: „Wir lassen die Kinder sich erstmal etwas abreagieren. Außerdem kann man so beobachten, wie sie gerade drauf sind. Ob sich zum Beispiel jemand alle Bälle nimmt oder ein wenig aggressiv ist …“ Dann finden sich alle in einem Kreis zusammen – zum Begrüßungsritual. Zunächst wird allerdings demokratisch entschieden, ob ich als Gast dabeibleiben darf. Ich erzähle den 10 Kindern und zwei Trainer:innen in der Runde, was ich eigentlich mache. Ich sage, dass ich für FAIR.STÄRKEN arbeite und mit Menschen spreche, damit sie uns Geld für unsere Arbeit und solche tollen Trainings geben. Damit ich das auch gut machen kann, möchte ich es selbst einmal erleben und sehen, was hier passiert. Ich darf bleiben.

„Mir geht es gut, weil ich hier sein kann.“

Sozialtrainerin AlineAline, die zweite Trainerin, holt Frau Jansen dazu. Frau Jansen ist ein kleines weißes Schaf, das als „Redestock“ von einem zum anderen durch den Kreis gereicht wird. Jedes Kind, das Frau Jansen in der Hand hält, darf sprechen und erzählen, wie es ihm heute geht. „Mir geht es gut, weil ich hier sein darf.“, ist ein häufiger Satz. Tatsächlich scheinen die Kinder dieses samstägliche Beisammensein zu genießen. „Ich bin traurig, weil mein McDonalds-Glas kaputtgegangen ist, das war von 2017.“ Und weiter erzählen die Kinder in die Runde, was sie in der Woche beschäftigt hat. Dabei wird darauf geachtet, dass alle ausreden können und niemand unterbrochen wird. Auch Fragen werden interessiert gestellt.

Nun wird es wieder aktiv. Ein Spiel wird erklärt und Mannschaften gebildet. Ausgelassen und voller Enthusiasmus rennen die Kinder in alle Richtungen, sammeln die Hütchen von der gegnerischen Seite ein und schaffen es mehr oder weniger erfolgreich, sie auf die eigene Seite zu bringen. Dabei wird Fairness großgeschrieben. Das Spiel ist vorbei, alle lassen sich völlig kaputt fallen und relaxen.

Zwischen Austoben und Aussprechen

Beim Sozialtraining mit FairtstärkenEs kommt zum entspannten Teil: Aline versammelt die Kinder wieder im Kreis. Auf dem Rücken liegend sollen sie zur Ruhe kommen. Meditation ist angesagt. „Stellt euch vor, ihr liegt am Strand.“ Leises Wellenrauschen ertönt aus ihrem Handy, um die Vorstellung perfekt zu machen. „Und nun stellt euch vor, ihr habt einen Ballon, in den ihr alle eure Sorgen hineinpacken könnt. Packt alles hinein, was euch belastet.“ erzählt sie weiter. „Meiner ist schon voll, da geht nichts mehr rein.“ Hört man eine leise Stimme aus dem Kreis.“ Ich muss etwas schlucken und habe einen Kloß im Hals. „Ich habe einen Heißluftballon, da passt ne Menge rein.“ Ertönt es von der anderen Seite des Kreises. Lachen. „Was hast du denn in deinen Ballon gepackt, will Aline von einem der Mädchen wissen. „Gestern gab es einen Streit zu Hause, den fand ich nicht schön, und der ist jetzt in meinem Ballon.“

Meditation im SozialtrainingEin zweites Spiel wird vorbereitet, die Regeln erklärt. Wieder schallt Kinderlachen und Gekreische durch die Halle. Bunte Bälle sausen mir um die Ohren. Fix und fertig, aber glücklich sitzen die Kinder im Abschlusskreis wieder zusammen und sollen erzählen, was ihnen heute gefallen hat und was nicht so. „Ist das Training denn schon wieder vorbei?“, hört man einen der Jungen, der noch völlig aus der Puste ist, rufen. Die Zeit geht schnell rum, wenn man Spaß hat und sich austoben und einfach mal alles vergessen kann.

Die „Coolen Pänz“ vergessen Niemanden

Ich hatte zwei Tüten Kekse mitgebracht, als kleinen Einstand. Ich reiche sie links und rechts von mir in die Runde. Jedes Kind darf sich jeweils einen Keks herausnehmen. Alle greifen vorsichtig in die Tüten. „Da ist aber noch jemand, der noch keinen Keks bekommen hat.“ ruft ein aufmerksamer kleiner Beobachter in die Runde … Dankbar und gerührt darf auch ich mir meinen Anteil aus der knisternden Verpackung nehmen. Hier wird tatsächlich niemand vergessen.

Informationen zu den Sozialtrainings

Die „Coolen Pänz“ sind ein Projekt von FAIR.STÄRKEN, das zu den Sozialkompetenztrainings des Vereins gehört. Diese Trainingsangebote werden von je zwei speziell geschulten pädagogischen Fachkräften in Turnhallen von Schulen durchgeführt und finden jeweils einmal pro Woche für zwei Stunden, oftmals über mehrere Jahre, statt. Diese Regelmäßigkeit schafft bei den Kindern Sicherheit und baut Vertrauen in die Trainer:innen und das Projekt auf – die Kinder können sich hier auf etwas und Jemanden verlassen. Beim Training selbst stehen die Förderung von Selbstwirksamkeit, Selbstvertrauen und Selbstsicherheit sowie die Verbesserung der Kompetenzen zur Selbsteinschätzung und Selbstreflexion im Vordergrund. Die Kinder verbessern ihre Kommunikationsfähigkeit, lernen Team- und Kooperationsbereitschaft. Durch die Spiele und die Gesprächsrunden wird das Wir-Gefühl durch gemeinsame Gruppenerlebnisse gestärkt. Das Einüben von neuen Verhaltensstrategien fällt den Kindern und Jugendlichen innerhalb ihrer vertrauten Gruppe leichter.

Fotos/Text: Claudia Heinrich (Neu im Team von FAIR.STÄRKEN)Portrait Claudia Heinrich Team Member


Symbolbild für kindgerechte Mobilität in unserer Stadt Köln: Kinder fahren unbesorgt im Park mit ihren Fahrrädern

Kidical Mass – Kindgerechte Mobilität in Köln

KINDGERECHTE MOBILITÄT IN KÖLN

Kindgerechte Mobilität in Köln – Ein Szenario:

Stell Dir einmal vor: Lamya geht am Wochenende aus dem Haus, steigt auf ihr Fahrrad und fährt zum Spielplatz im nächsten Veedel, wo sie sich mit Mio zum Spielen verabredet hat. Auf dem Weg fährt sie an grünen Parks, Hochbeeten mit surrenden Insekten und blühenden Baumalleen vorbei. Sie atmet tief die saubere Luft ein und freut sich. Ihre Eltern müssen sie nicht begleiten oder mit dem Auto zu Mio fahren, denn sie wissen, dass Lamya sicher mit dem Fahrrad durch die Stadt fahren kann. So als würde sie in einem Wohnblock kurz mal nebenan zu Freund:innen in’s nächste Haus laufen. Lamya lebt in der Utopie einer fahrrad- und kinderfreundlichen Stadt!

Was ist eine fahrradfreundliche Stadt?

Eine fahrradfreundliche Stadt ist auch eine kinderfreundliche Stadt. Denn wenn Fahrradfahren sicher ist, können sich Kinder freier, selbstbestimmter und sicherer im Stadtraum bewegen. Eine Stadt mit weniger Autos ist gesünder, bietet mehr Platz für Spiel- und Erholungsräume und trägt zur ökologisch nachhaltigen Zukunft bei. Und wem gehört die Zukunft noch einmal?

Kinderrechte und Mobilität – Was hat das miteinander zu tun?

Kinder haben laut UN-Kinderrechtskonvention das Recht auf Freizeit und Spiel (Art. 31 UN-KRK) sowie auf Mitbestimmung (Art.12 UN-KRK). Sie haben das Recht auf das höchste Maß an Gesundheit und auf eine lebenswerte Zukunft (Art. 24, Art. 27 UN-KRK). Artikel 3 der Kinderrechtskonvention schreibt sogar fest, dass das Kindeswohl, bei allen Maßnahmen, die das Kind betreffen, vorrangig zu berücksichtigen ist. Diese Rechte haben 196 Staaten verbindlich zugesagt – und müssen in ihrem Sinne handeln.
Breite, sichere Fahrradwege, Geschwindigkeitsbegrenzungen und autofreie oder zumindest verkehrsberuhigte Zonen und Zeiten könnten Schritte in die Richtung kindgerechter Mobilität in der Stadt Köln sein.

Die Kidical Mass in Köln – Für kindgerechte Mobilität in deiner Stadt

Lasst uns in Köln eine fahrradfreundliche und kindgerechte Stadt einfordern: Schnapp Dir diesen Sonntag, den 20. März 2022 dein Fahrrad, radel zum Rudolfplatz und schließ dich der Fahrraddemo „Kidical Mass Köln“ an. Um 15 Uhr geht´s los!

Die Forderungen des Kidical Mass Aktionsbündnisses an die neue Bundesregierung:

  • Sichere Schulradwege-Netze bis 2030
  • Schulstraßen und verkehrsberuhigte Bereiche vor Schulen und Kitas
  • Stetige jährliche Finanzierung mit konkreten Zielvorgaben an die Kommunen
  • Kinderfreundliches Straßenverkehrsrecht: Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts, geschützte und baulich getrennte, breite Radwege an Hauptstraßen, geschützte Kreuzungen, Spielstraßen, Wohngebiete ohne Durchgangsverkehr, Umsetzung der Vision Zero (null Verkehrstote)

Der Beitrag wurde verfasst von Laura Sahm (Referentin Kinderrechte und Trainerin Soziales Lernen bei FAIR.STÄRKEN e.V.)

Das könnte dich auch interessieren: FAIR.STÄRKEN ist Kontaktstelle des DKHW

oder folgt uns auf unseren Social-Media-Kanälen!


Junge sitzt auf dem Boden, verschränkt die Arme vor Knien und Gesicht, neben ihm sein Schulrucksack, im Hintergrund laufen die Kinder

Mein Kind wird gemobbt. Was kann ich tun?

MEIN KIND WIRD GEMOBBT. WAS KANN ICH TUN?

Dein Kind kann abends nur schwer einschlafen und ist insgesamt sehr ernst geworden? Die Tochter hat Bauchschmerzen und es findet sich keine Ursache? Dein Sohn weint jeden Morgen und will nicht in die Schule gehen?

Du suchst das Gespräch zu deinem Kind und es stellt sich heraus, dass es gehänselt wird, sich in der Klasse oder im Sportverein nicht mehr wohlfühlt. Dein Kind hat Angst, es zieht sich immer mehr zurück.

Was ist Mobbing?

Von Mobbing oder Bullying spricht man, wenn das Kind über einen längeren Zeitraum physisch oder psychisch von anderen unter Druck gesetzt wird. Das kann sehr unterschiedliche Ausformungen haben und von kleinen verbalen Stichen bis hin zu körperlicher Gewalt reichen.

Folgende Symptome deines Kindes können Anzeichen für Mobbing sein:

  • Dein Kind will nicht mehr in die Schule gehen.
  • Dein Kind kann abends nicht einschlafen oder hat weniger Appetit.
  • Es hat Kopf- und/oder Bauchschmerzen.
  • Dein Kind spricht wenig und ist in sich gekehrt.
  • Dein Kind zieht sich von anderen Kinder zurück.
  • Es zeigt ein geschwächtes Selbstbewusstsein.
  • Die schulischen Leistungen nehmen ab.
  • Du bemerkst kaputte Kleidung, fehlende Gegenstände, das Taschengeld verschwindet.

Du stellst dir die Frage: Warum wird mein Kind gemobbt?

Als erstes sei gesagt, dein Kind selbst kann GAR NICHTS dafür und wird diese Lage auch NIEMALS ALLEIN auflösen können. Dein Kind trägt keine Schuld und hat nichts falsch gemacht. Jede:r von uns, auch wir Erwachsenen, können in eine solche Lage geraten (zum Beispiel am Arbeitsplatz).

Dein Kind möchte nicht erzählen, wer die Mobber:innen sind

Das ist nur verständlich! Dein Kind fühlt sich bedroht, machtlos und schämt sich. Den Eltern, Lehrer:innen oder Freund:innen von dem Problem zu erzählen, ist für viele Kinder keine Option, da sie Angst vor der Reaktion der anderen Kinder haben.
Du solltest diesen Sachverhalt zunächst akzeptieren und Verständnis zeigen. Es ist in erster Linie von großer Bedeutung, deinem Kind zuzuhören, es zu trösten und ihm das Gefühl zu geben, dass es mit der Situation nicht allein ist. Dein Kind kann dir vertrauen – das solltest du ihm zeigen und deutlich machen, dass ihr gemeinsam eine Lösung finden werdet.

Was kannst du als Mutter oder Vater also tun?

  • Höre deinem Kind aufmerksam zu und unterbreche es bei seinen Schilderungen nicht.
  • Bewahre Ruhe und zeige deinem Kind, dass du da bist und ihm hilfst.
  • Wichtige Helfer:innen sind die Lehrer:innen oder die Schulsozialarbeiter:innen. Suche den Kontakt zu ihnen und schildere, wie es deinem Kind geht. Du kannst sie darum bitten, das Geschehen in der Klasse oder auf dem Pausenhof genauer zu beobachten und dennoch diskret zu bleiben.
  • Viele Lehrer:innen oder Schulsozialarbeiter:innen kennen das Problem von Mobbing in der Schule und kennen auch Wege, um das zu beenden.
  • Es gibt Schulen, die behaupten „Bei uns gibt es kein Mobbing“. Vertraue immer den Aussagen deines Kindes! In diesem Fall solltest du dich an eine Fachorganisation in deiner Stadt wenden. (Du kannst auch bei FAIR.STÄRKEN e.V. anrufen.)
  • Das Mobbingthema muss in der Schule gelöst werden. Du kannst deinem Kind aber auch ein wenig helfen, indem du es unterstützt, Erfolgserlebnisse zu bekommen: z. B. in einem Sportverein oder einem anderen Gruppenerlebnis

Du bist ratlos und weißt wirklich nicht mehr weiter?

Ruf uns an: 0221/588326-0

 

Das könnte dich auch interessieren:

CYBERGROOMING: BEDROHUNG FÜR KINDER UND JUGENDLICHE IM NETZ

KINDERRECHTE MIT LEBEN FÜLLEN


Grafik einer Weltkugel mit Figuren von Kindern die Drachen steigen lassen und der Aufschrift

Kinderrechte mit Leben füllen

KINDERRECHTE MIT LEBEN FÜLLEN

Kinderrechte? Da bin ich dafür! Wer würde das nicht sagen? Aber – Hand aufs Herz – wie viele von den 54 Kinderrechten kannst du tatsächlich benennen? Und wie werden diese in der Schule, im Stadtviertel oder auch zu Hause mit Leben gefüllt?

Kinder haben Rechte

Kinder zu befragen, sie zu informieren und mitentscheiden zu lassen: Das stellt viele Erwachsene vor eine Herausforderung. Sei es, weil der Alltag Schnelligkeit verlangt und keine großen Diskussionen zuzulassen scheint, sei es, weil Lehrkräfte schon so viele Vorgaben haben, dass kein Freiraum, geschweige denn noch Zeit für ausführliche Beteiligungsprozesse mit den Kindern bleiben. Sei es, weil die Erfahrungen fehlen, um die Interessen der Kinder in die (Stadt-) Politik systematisch einzubeziehen. Sei es, weil die Erwachsenen von heute selbst als Kinder gehört haben, was sie alles noch nicht verstehen oder entscheiden könnten. Alles verständlich – einerseits.

Und dennoch: Kinder haben verbindliche Rechte! Gerade weil sie fremdbestimmt sind, in besonderen Abhängigkeitsverhältnissen leben und besonderen Schutzes bedürfen, müssen Erwachsene ihre Rechte ernst nehmen.

Am 20. November feiern wir den Internationalen Tag der Kinderrechte

Wir möchten den internationalen Tag der Kinderrechte zum Anlass nehmen, um uns selbst als Verein sowie Euch die Frage stellen: Tun wir genug, um zuzuhören, um innezuhalten und – neben all den äußeren Zwängen, den eigenen Bedürfnissen und Pflichten – das Interesse des Kindes in den Fokus zu rücken? Beobachten wir, ob und wann es dem Kind gut geht, nehmen wir Rückmeldungen als Kritik auf, nehmen wir sie ernst und versuchen wir gemeinsam mit den Kindern Lösungen zu finden?

Wir empfehlen: Komm mit (deinen) Kindern ins Gespräch!
Gleichzeitig möchten wir dazu aufrufen, sich aktiv mit den einzelnen Rechten, der eigenen Haltung und dem alltäglichen Handeln auseinander zu setzen.
Denn: Kinder haben Rechte und es liegt auch an uns Erwachsenen, für ihre Verwirklichung einzustehen!

Die 10 wichtigsten Kinderrechte:

  • Kinderrechte Bildung
  • Gleichheit
  • Gesundheit
  • Spiel und Freizeit
  • Elterliche Fürsorge
  • Gewaltfreie Erziehung
  • Schutz im Krieg und auf der Flucht
  • Freie Meinungsäußerung und Beteiligung
  • Besondere Fürsorge und Förderung bei Behinderung
  • Schutz vor wirtschaftlicher und sexueller Ausbeutung

Du möchtest mehr erfahren?

  • Auf der Seite kinderrechte.de des Deutschen Kinderhilfswerks findet Ihr mehr Infos zu den Kinderrechten, ihrer Umsetzung sowie jede Menge Praxistipps und Methoden aus der Kinderrechtebildung.
  • Die Kinder-Internetseite kindersache.de richtet sich direkt an Kinder und bietet Kinderrechte in leichter Sprache sowie einen geschützten Raum, in dem sie sich informieren und ausprobieren können.
  • Kinderrechte für die Ohren – Hört doch mal in den Podcast familienpolitisch, zum Beispiel zum Thema “Kinderrechte ins Grundgesetz” rein.

Diesen Beitrag schrieb Laura Sahm, Kinderrechtsbeauftragte bei FAIR.STÄRKEN e.V.

 

Du möchtest uns unterstützen? Hier darf gespendet werden 🙂

oder folgt uns auf unseren Social-Media-Kanälen!


Gemeinsam aufblühen - #BeetestattBeton

GEMEINSAM AUFBLÜHEN – #BEETESTATTBETON

Summende Bienen, farbenfrohe Blumenwiesen und der Geruch nach Gras und Erde: Das sind Sinneswahrnehmungen, die Du wahrscheinlich nicht direkt mit einer Großstadt in Verbindung bringst. Im Gegenteil, die Realität sieht meistens anders aus: Beton statt Beete, Grau statt Grün und Hupkonzerte statt Hummelbrummen. Kindern und Jugendlichen fehlen in der Stadt häufig wichtige Berührungspunkte mit dem Thema Natur- und Umweltschutz. Das wollen wir mit unserem Lern- und Erlebnisgarten ändern. Wir möchten: #BeeteStattBeton!!

Eine grüne Oase mitten in der Stadt

Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Lebenslagen wollen wir eine grüne Oase mitten in der Kölner Innenstadt schaffen. Eine Terrasse von über 30qm steht uns hierbei zur Verfügung. Eine Vielzahl an Pflanzen und Kräutern sollen für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten neuen Lebensraum bieten. Gleichzeitig soll die begrünte Terrasse, ausgestattet mit Hochbeeten, Wurmkisten, Insektenhotels und vielem mehr, den Teilnehmenden die Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Naturkunde näherbringen. Die Kinder und Jugendlichen können abschalten, lernen Verantwortung zu übernehmen und kritisch zu denken. Sie werden in ihren praktischen Fähigkeiten gefördert und entwickeln ein Bewusstsein für Natur- und Umweltschutz.

Nachhaltigkeit erlernen und erleben

Betreut wird unsere Naturgruppe von zwei erfahrenen pädagogischen Mitarbeiter:innen, mit einer Zusatzausbildung im Bereich Erlebnispädagogik und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Wir brennen für das Thema Nachhaltigkeit und können es kaum erwarten, es an die Kinder und Jugendlichen weiterzugeben!

Um unser Projekt Realität werden zu lassen, benötigen wir sowohl Baumaterial als auch Erde, Pflanzen, Bewässerung und Co.
Du kannst uns dabei unterstützen, der Natur und den Kindern die Möglichkeit zu geben, aufzublühen und ein grüneres Köln zu gestalten!

 

Falls Sie nähere Informationen wünschen, kontaktieren Sie uns gerne.

FAIR.STÄRKEN e.V.
Hohenstaufenring 63
50674 Köln
Tel: 0221-588326-0
Mail: info@fairstaerken.de


fairstärken wird Kontaktstelle des Deutschen Kinderhilfswerks

FAIR.STÄRKEN ist Kontaktstelle des Deutschen Kinderhilfswerk

Deutsches Kinderhilfswerk eröffnet Kontaktstelle im FAIR.STÄRKEN e.V. in Köln

Das Deutsche Kinderhilfswerk eröffnete am 17.05.2019 in Köln im FAIR.STÄRKEN e.V. seine deutschlandweit 35. regionale Kontaktstelle. Damit besteht für die Menschen in Köln nunmehr die Gelegenheit, sich direkt vor Ort über die Arbeit des Deutschen Kinderhilfswerkes für ein kinderfreundliches Deutschland zu informieren.

FAIR.STÄRKEN e.V. setzt sich für eine bunte Gesellschaft ein, die von Anfang an die Werte der Demokratie vorlebt, an kommende Generation weitergibt und Kinder in ihrer gesunden Entwicklung stärkt. Als freier Träger der Jugendhilfe und Jugendarbeit unterstützt FAIR.STÄRKEN insbesondere die Umsetzung des Aktionsplans Kinderfreundliche Kommune der Stadt Köln – ein gemeinsames Vorhaben des Deutschen Komitees für UNICEF e.V. und des Deutschen Kinderhilfswerkes e.V.

Erstklassiger Partner an der Seite

„Das Deutsche Kinderhilfswerk freut sich, heute eine neue Kontaktstelle in Köln zu eröffnen. Mit FAIR.STÄRKEN e.V. haben wir einen erstklassigen Partner gewonnen. Zukünftig können wir so die Menschen nicht nur direkter ansprechen und besser informieren, sondern wir rufen auch dazu auf, das Deutsche Kinderhilfswerk zu unterstützen und Mitglied zu werden“, betont Anne Lütkes, Vizepräsidentin des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Gemeinsam für die Rechte der Kinder in der Domstadt

Mechthild Böll, Geschäftsführerin von FAIR.STÄRKEN e.V. ergänzt: „Es ist für uns eine große Chance mit dem Deutschen Kinderhilfswerk zusammenzuarbeiten. Als Kontaktstelle können wir die Belange des Deutschen Kinderhilfswerkes in Köln nach außen vertreten und für die Rechte und die Teilhabe der Kinder dieser Stadt eintreten. Wir freuen uns über die Anerkennung unserer Arbeit und starten mit guten Erwartungen in diese Zusammenarbeit.“

Anerkennung für die bedeutende Arbeit für Kölner Kinder

Andreas Wolter, Bürgermeister der Stadt Köln, fügt hinzu: „Es ist mir wichtig bei der Gelegenheit sowohl dem Deutschen Kinderhilfswerk, als auch besonders dem Kölner Verein FAIR.STÄRKEN, die Anerkennung und den Dank des Kölner Stadtrates und der Kölner Oberbürgermeisterin für die täglich wichtige und bedeutende Arbeit für unsere Kölner Kinder aussprechen zu können!“

Zusammen für ein kinderfreundliches Deutschland

Mit der Einrichtung von regionalen Kontaktstellen hat das Deutsche Kinderhilfswerk bundesweit eine dauerhafte lokale Präsens. Die Kontaktstellen informieren über die Arbeit des Deutschen Kinderhilfswerkes vor allem in den Bereichen Kinderrechte, Beteiligung und Bekämpfung der Kinderarmut. Zudem sind die Themenfelder Medienkompetenz, Bildung, Freizeit, Spiel und Bewegung Schwerpunkte des Informationsangebotes. Damit soll die Arbeit des Deutschen Kinderhilfswerkes für die Durchsetzung der Kinderrechte und ein kinderfreundliches Deutschland weiter forciert werden.

Hier finden Sie weitere Informationen:
Deutsches Kinderhilfswerk e.V.

Falls Sie nähere Informationen wünschen, kontaktieren Sie uns gerne.

FAIR.STÄRKEN e.V.
Hohenstaufenring 63
50674 Köln

Ansprechpartnerin:
Verena Marke

0221-588 326-13
verena.marke@fairstaerken.de