Ukrainische Gefluechtete Kinder

Zuhause in Köln – Für geflüchtete junge Menschen

Zuhause in Köln – Für geflüchtete junge Menschen

Kreativspiele

Seit Kriegsbeginn leben viele Ukrainerinnen mit ihren Kindern in Kölner Wohnheimen für Geflüchtete. Der Verein FAIR.STÄRKEN ist in einigen Unterkünften mit pädagogischen Fachkräften aktiv und unterstützt die Familien mit traumasensibler Gruppenarbeit.
Dank der Förderung durch die Deutsche Postcode Lotterie konnte die bereits 2022 begonnene Arbeit des Vereins nahtlos weitergeführt werden.

Traumasensible Pädagogik im Geflüchtetenwohnheim

Die traumasensiblen pädagogischen Methoden helfen den Kindern und Jugendlichen, ihre Erfahrungen zu verarbeiten. Bewegungs- und Kreativspiele ermöglichten ihnen, schöne Stunden zu verleben und anzukommen.

Kreativspiele

Kreativität hilft Kindern und Jugendlichen, sich auszudrücken. Sie fördert und fordert ihre Konzentration.

Sprach-Lern-Spiele

Sprach lern SpieleVielfältige Spielangebote ermöglichen den Kindern unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Gerade Kinder mit traumatischen Erlebnissen entwickeln sich in ihrem eigenen Tempo – Zeit, die man ihnen geben muss.
Mit Hilfe unserer Pädagog:innen lernen sie erste Begriffe in deutscher Sprache. Sie verspüren Lernerfolge und ihr Selbstbewusstsein wird gestärkt. Gemeinsam mit den Kölner Kindern können so Sprachbarrieren überwunden werden, eine gute Basis für gelingende Integration.

Gemeinsam Musizieren

Ganz ohne Sprache gelingt ein Beziehungsaufbau durch die heilende Wirkung der Musik. Beim gemeinsamen Musizieren machen die Kinder wieder Erfahrungen einer Verbundenheit und Synchronie, die oft durch traumatische Erlebnisse gestört wird.

Kletterpark

Bewegungsorientierte Spiele sind ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. Die Kinder haben Spaß und können ihr Körpergefühl verbessern. Ihr Selbstbewusstsein wird gestärkt und sie sammeln Selbstwirksamkeitserfahrungen.

Ausflüge in die Stadt

Für die geflüchteten Kinder ist es wichtig, schnell ihre neue Heimat kennenzulernen und wieder sozial eingebunden zu sein. Die Kölner:innen zeigen gern ihre Lieblingsplätze. Immer wieder ein Erlebnis: ein Besuch des Kölner Doms.

Naturerlebnisse

Tiere

Ob ein Ausflug in den Streichelzoo oder die Ferienfahrt auf den Reiterhof. Begegnungen mit Tieren spielen eine wichtige Rolle, nicht nur bei traumatisierten Menschen. Sie helfen Stress zu reduzieren, lehren Verantwortung und Empathie.

Fotos: FAIR.STÄRKEN e.V.

FAIR.STÄRKEN sagt Danke auch im Namen der Kinder!


Maedchen beim Gaertnern bearb

Bildung für nachhaltige Entwicklung bei FAIR.STÄRKEN

Bildung für nachhaltige Entwicklung bei FAIR.STÄRKEN

KInder machen einen Ausflug in die NaturKinder und Jugendliche müssen sich heute mit einer Vielzahl an Problemen auseinandersetzen. Klimawandel und Umweltzerstörung sind nur einige davon. Allerdings sind sie es, die am meisten davon betroffen sein werden. Oft sind es Kinder und Jugendliche aus bildungsbürgerlichem Umfeld, die sich daher in Naturschutzgruppen, bei Müllsammelaktionen und nicht zuletzt in der Fridays for Futur-Bewegung engagieren – in der Regel geleitet und unterstützt durch das Elternhaus und die schulische Umgebung. Durch ihren Aktivismus nehmen sie gleichzeitig am gesellschaftlichen Diskurs teil und erfahren durch die Zugehörigkeit Selbstwirksamkeit, Bestätigung und ein Erstarken ihrer Persönlichkeit. Kinder und Jugendliche aus einem armen und oft eher bildungsfernem Elternhaus haben diese Unterstützung in viel geringerem Maße.

Zukunftsängste nehmen

Kind mit Schild auf Fridays For Future DemoFAIR.STÄRKEN e.V. lebt nicht erst seit Errichtung unseres Lern- und Erlebnisgartens und unseres nachhaltigen Tipi-Dorfes den Nachhaltigkeits- und Naturschutzgedanken innerhalb und außerhalb der Organisation. Die Mitarbeitenden engagieren sich ebenfalls beruflich wie privat.
In unseren Sozialtrainings haben wir gemerkt, dass die Kinder und Jugendlichen aus unseren Gruppen teilweise großes Interesse an der Klima- und Umweltschutzthematik haben. Andere möchten wir dazu ermutigen, sich ebenfalls zu beteiligen und ihr Interesse wecken.
Kinder an HochbeetenMit lebensweltnahen und erlebnisorientierten Methoden möchten wir die Selbstwirksamkeitserfahrungen und die Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen stärken, sich aktiv in punkto Umwelt- und Klimaschutz zu beteiligen.

Wissensspiele und Mediengebrauch

In kleinen Gruppen erforschen die Jugendlichen durch Wissensspiele und den Gebrauch von Medien die Thematik. Zum Beispiel durch gemeinsames Anschauen und anschließender Gesprächsrunde der Dokumentation: „Kinder der Klimakrise – 4 Mädchen, 3 Kontinente, 1 Mission.“ Gleichaltrige aus verschiedenen Teilen der Welt berichten über die Auswirkungen von Umweltverschmutzung und Klimawandel für ihr Land und ihre Zukunft. Zusammenhänge und Handlungsmöglichkeiten werden so selbstständig erarbeitet.

Ausflüge und naturnahe Ferienfahrten

Kind streichelt Kalb auf dem BauernhofGemeinsame Ausflüge, zum Beispiel in den BUND-Naturerlebnisgarten in Köln-Klettenberg, ermöglichen den Kindern und Jugendlichen, ihr Wissen über Nachhaltigkeit praxisnah z.B. in Workshops umzusetzen. Sie erfahren, wie Natur nachhaltig genutzt werden kann und wie ein verantwortungsvoller Umgang mit unserer Umwelt sein sollte.
Erlebnisse in und mit der Natur können die Kinder und Jugendlichen auf mehrtägigen Ferienfahrten z.B. in unser Tipi-Dorf oder den Reiter- und Biobauernhof Nengshof in der Eifel sammeln. Die Begegnungen mit den Tieren und Aufenthalte in der Natur lassen sie ganz neue, oft bisher unbekannte Erfahrungen machen, Ängste überwinden und gestärkt daraus hervorgehen.

Umweltschutz im Alltag und DIY-Projekte

Junge beim gesunden KochenAuch will unser Lern- und Erlebnisgarten weiterhin instand gehalten und erweitert werden. Gemeinsam wird hier Gemüse und Obst angebaut, die Beete gepflegt und später abgeerntet. Je nach Jahreszeit werden Samen gesammelt, Kräuter getrocknet oder aus geerntetem Gemüse zusammen eine Mahlzeit zubereitet. Anleitung für ein VogelhausDabei werden u.a. spezifische Themen wie Städteklima, Insektensterben und regionale Landwirtschaft, aber auch übergeordnete Themen wie Klimawandel, Artensterben, Ressourcenverbrauch, fairer Handel oder gesunde Ernährung praxisnah vermittelt. Außerdem muss man fürs Gärtnern eine gewissen Geduld an den Tag legen und Verantwortung tragen, z.B. regelmäßiges Gießen. Wenn am Ende ein schöner Ertrag aus selbstgezogenen Bio-Produkten entsteht, werden die Teilnehmenden stolz über das von ihnen Erschaffene sein. Handwerkliche Fähigkeiten und Fingerspitzengefühl werden beim Bau von Insektenhotels und Vogelhäusern oder bei der Herstellung von Upcycling-Produkten wie Naturkosmetik und nachhaltige Haushaltsprodukte gefordert und gefördert.

Fotos: FAIR.STÄRKEN e.V.


Laureus Teilnehmer in Oesterreich

Laureus Sport for Good – Treffen in Österreich 2023

Laureus Sport for Good – Eindrücke vom Treffen in Österreich

Im Oktober fand ein wunderbares Treffen von Laureus Sport for Good mit den deutschsprachigen Projektpartner:innen und vielen Botschafter:innen in den Alpen statt. Und ich durfte dabei sein!

Laureus Teilnehmer bei BesprechungAlle haben ein Ziel: Kinder und Jugendliche mit sportbasierten Projekten stärken und auf ihrem Lebensweg unterstützen. Bewegung und Sport gepaart mit guter Pädagogik und leichtem Zugang zum Angebot – die Kinder und Jugendlichen nehmen ungeheuer viel mit. Das hat uns schon der erste Nachmittag vor Augen geführt, als sich alle Projekte mit einer kurzen Präsentation vorgestellt haben. Nicht nur die Botschafter, auch ich selbst waren beeindruckt, welchen Impact, welche Wirkung wir bei den mehreren Tausend Kindern und Jugendlichen alle zusammen erreichen.

Entwickeln neuer Lebensstrategien

Berliner Jugendliche mit Traumaerfahrungen surfen auf den Wellen der Nordsee und entwickeln neue Lebensstrategien. Münchner Kinder aus Stadtteilen, in denen viel Armut herrscht, begeistern sich fürs Skateboardfahren, haben gemeinsam Spaß und wachsen über sich hinaus. Stuttgarter Kinder machen Grenzerfahrungen bei einer Wander- und Klettertour in den Alpen. Kölner Kinder aus Porz-Finkenberg und Meschenich lernen mit FAIR.STÄRKEN ein Jahr lang, wieviel Spaß eine regelmäßige Gruppe mit Regeln und Respekt macht, in der sie die Aktivitäten selbst mitbestimmen wie Skate-Board fahren, Parcour laufen oder Basketball spielen und Ferien auf einem Reiterhof verbringen können.

Partizipativer Kinderschutz

Das Team von Laureus Deutschland hatte zweieinhalb kurzweilige Tage organisiert, die – wie immer – richtig Spaß gemacht haben. Da gibt es KEINEN langweiligen Konferenzraum oder etwa stundenlanges Sitzen. In intensiven Workshops haben wir partizipativen Kinderschutz und neue Wege in der Personalführung der Gen Z erarbeitet. Dabei gab es neue Wege in jeder Hinsicht: Spaziergang steinigen Weg bergauf: Herausforderungen sammeln. Leichten Weg bergab: Ressourcen benennen. Ach, herrlich wars!

Am Nachmittag stand noch eine Wanderung hoch hinaus zur Alm – natürlich Laureuslike – mit verschiedenen Challenges an. Auch die Botschafter haben mitgemacht – die sind ja auch alles Sportler 😊: z.B. Martin Braxenthaler, der mehrfache Olympiasieger im Mono-Skifahren bei den Paralympics und mehrfache Weltmeister.Mechthild trifft auf unseren Botschafter Ole Bischof Oder Elias Elhardt, der weltweit bekannte herausragende Freeride-Snowboarder. Abends bei der Brettljause hatten wir so viel Gruppendynamik, dass es tolle Gespräche gab und schöner kaum hätte sein können.

Wiedersehen mit „alten“ Bekannten

Wie gut, dass es Laureus gibt und wir Teil dieser Familie sein dürfen! Nicht nur die jahrelange, große Unterstützung unserer Projekte ist ein Schatz für unsere Arbeit bei FAIR.STÄRKEN. Auch der persönliche Austausch mit der Laureus-Staff und den Projektpartnern ist mehr als Gold. Und ein ganz persönliches Highlight war das Wiedersehen mit „unserem“ langjährigen Botschafter, dem Judoka Ole Bischof.

Danke für Alles!

Mechthild Böll