WAS SOLL ICH NUR TUN? MEIN KIND WIRD GEMOBBT…

 

Dein Kind kann abends nur schwer einschlafen und ist insgesamt sehr ernst geworden? Die Tochter hat Bauchschmerzen und es ist keine Ursache zu finden? Dein Sohn weint jeden Morgen und will nicht in die Schule gehen?

Du suchst das Gespräch zu deinem Kind und es stellt sich heraus, dass es gehänselt wird, sich in der Klasse oder im Sportverein nicht mehr wohlfühlt. Dein Kind hat Angst, es zieht sich immer mehr zurück.

Von Mobbing oder Bullying spricht man, wenn das Kind über einen längeren Zeitraum physisch oder psychisch von anderen unter Druck gesetzt wird. Das kann sehr unterschiedliche Ausformungen haben und von kleinen verbalen Stichen bis hin zu körperlicher Gewalt reichen.

 

FOLGENDE SYMPTOME DEINES KINDES KÖNNEN EIN ANZEICHEN FÜR MOBBING SEIN:

  • dein Kind will nicht mehr in die Schule gehen;
  • dein Kind kann abends nicht einschlafen oder hat weniger Appetit;
  • es hat Kopf- und/oder Bauchschmerzen;
  • dein Kind spricht wenig und ist in sich gekehrt;
  • dein Kind zieht sich von anderen Kinder zurück;
  • es zeigt ein geschwächtes Selbstbewusstsein;
  • die schulischen Leistungen nehmen ab;
  • du bemerkst kaputte Kleidung, fehlende Gegenstände, das Taschengeld verschwindet.

 

DU STELLST DIR DIE FRAGE: WARUM WIRD MEIN KIND GEMOBBT?

Als erstes sei gesagt, dein Kind selbst kann GAR NICHTS dafür und wird diese Lage auch NIEMALS ALLEIN auflösen können. Dein Kind trägt keine Schuld und hat nichts falsch gemacht. Jede*r von uns, auch wir Erwachsenen, können in eine solche Lage geraten (zum Beispiel am Arbeitsplatz).

 

DEIN KIND MÖCHTE NICHT ERZÄHLEN WER DIE MOBBER*INNEN SIND?

Das ist nur verständlich! Dein Kind fühlt sich bedroht, machtlos und schämt sich. Bei den Eltern, Lehrer*innen oder Freund*innen von dem Problem zu erzählen, ist für viele Kinder keine Option, da sie Angst vor der Reaktion der anderen Kinder haben.
Du solltest diesen Sachverhalt zunächst akzeptieren und Verständnis zeigen. Es ist in erster Linie von großer Bedeutung, deinem Kind zuzuhören, es zu trösten und ihm das Gefühl zu geben, dass es mit der Situation nicht allein ist. Dein Kind kann dir vertrauen – das solltest du ihm zeigen und deutlich machen, dass ihr gemeinsam eine Lösung finden werdet.

 

WAS KANNST DU ALS MUTTER ODER VATER ALSO TUN?

  • Höre deinem Kind aufmerksam zu und unterbreche es bei seinen Schilderungen nicht
  • Bewahre Ruhe und zeige deinem Kind, dass du da bist und ihm hilfst
  • Wichtige Helfer*innen sind die Lehrer*innen oder die Schulsozialarbeiter*innen. Suche den Kontakt zu ihnen und schildere, wie es deinem Kind geht. Du kannst sie darum bitten, das Geschehen in der Klasse oder auf dem Pausenhof genauer zu beobachten und dennoch diskret zu bleiben.
  • Viele Lehrer*innen oder Schulsozialarbeiter*innen kennen das Problem von Mobbing in der Schule und kennen auch Wege, um das zu beenden.
  • Es gibt Schulen, die behaupten „Bei uns gibt es kein Mobbing“. Vertraue immer den Aussagen deines Kindes. In diesem Fall solltest du dich an eine Fachorganisation in deiner Stadt wenden. (Du kannst auch bei FAIR.STÄRKEN e.V. anrufen.);
  • Das Mobbingthema muss in der Schule gelöst werden. Du kannst deinem Kind aber auch ein wenig helfen, indem du es unterstützt, Erfolgserlebnisse zu bekommen: in einem Sportverein oder einem anderen Gruppenerlebnis

 

 

Du bist ratlos und weißt wirklich nicht mehr weiter?

Ruf uns an: 0221/588326-0

 

 

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